Dienstag, 20. Juli 2010

Neunzehnter Eintrag

Kennst du dieses Gefühl, wenn dir plötzlich klar wird...ja wenn dir plötzlich klar wird, dass du in einer Seifenblase gelebt hast und du die Welt um dich herum durch diese Seifenblase betrachtet hast? Klar, erschien dir die Welt derart farbenfroh und surreal. Und nun...und nun bemerkst du plötzlich, dass du dich im freien Fall befindest, denn irgendetwas um dich herum hat die Seifenblase zum Platzen gebracht. Du fällst und fällst und fällst. Wohin? Das ist letztendlich auch egal.

Eigentlich war es von Anfang an klar, dass es so kommen musste. Ich hätte es besser wissen müssen. Wie konnte ich bloss das Gefühl haben, dass sie den Typen meinetwegen verlassen würde? Ich muss wohl dauerbetrunken gewesen sein. Manche würden es wohl auch liebestrunken nenne. Ach fuck it! Vergessen wir das alles!

Was tut sich derzeit sonst noch so in meinem Leben? Nun, ich besuche den Nachhilfeunterricht, welcher meine Mutter für mich organisiert hat. Nun, ich besuchte, wäre korrekter. Denn ich werde nicht mehr dorthin gehen, weil es einfach nichts bringt. Gestern war ich dort; körperlich, aber geistig wohl keine Minute. Ich habe meinen Kopf momentan einfach anderswo. Und ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung mehr von dem, was man mir während vierer Stunden einzutrichtern versucht hat. Ich geh' dort jedenfalls nicht mehr hin und meine Mum wird so oder so nichts davon bemerken, denn sie ist ja noch während mehr als zwei Wochen wegen so einem Forschungsprojekt in den USA.

Heute war ich auf jeden Fall schon nicht mehr in der Nachhilfe. Ich habe stattdessen zusammen mit Pedro den Camper abgeholt, welchen wir vor Kurzem ersteigert haben. Er ist zwar, nun ja, schon etwas heruntergekommen und es riecht im Innern irgendwie stark nach Marihuana. Wobei mich das mit dem Marihuanageruch nur wenig verwundert, denn die Typen, die uns den Camper verkauft haben, waren irgendwelche bekifften Hinterwäldler-Hippies. Und ja, es passt auch wirklich sehr gut zur Story, dass wir den Camper in einem Ort abholen mussten, der Wald heisst.

Die Überfahrt nach Zürich war dann jedenfalls ein Spiessrutenlauf, denn die Batterie war leer und wir konnten den Motor nur mit Hilfe eines Überbrückungskabels starten. Das heisst, der Motor durfte uns während der ganzen Überfahrt kein einziges mal absterben, da wir ansonsten nicht mehr hätten starten können. Das alles ist gar nicht mal so einfach mit so einem alten Ding, aber glücklicherweise hat Pedro es irgendwie geschafft, die Kiste heil nach Hause zu bringen. Wenn alles nach Plan läuft werden wir dann jedenfalls Freitags unseren Trip beginnen. Bis dahin werden wir die Mühle noch etwas auf Vordermann bringen müssen.

Kommentare:

  1. Eins sehr schönen Blog hast du! Danke fürs Teilen deiner Gedanken und Gefühle mit uns allen!

    Ich wünsche dir viel Glück, dass das mit Aline doch noch klappt! Vielleicht erkennt sie's ja...

    Liebe Grüsse
    Ramona
    wieyepi.blogspot.com

    AntwortenLöschen
  2. schöner blog gefällt mir, wird gleich verfolgt :) ♥

    AntwortenLöschen
  3. @Ramona: Herzlichen Dank für deinen Kommentar! Es stellt mich immer wieder auf, wenn ich so liebe Kommentare auf meinem Blog erhalte :) Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zu Letzt - mal schauen wie es weitergeht... Liebe Grüsse, Jérôme

    @Lina: Supi und ich dich auch gleich :)

    AntwortenLöschen
  4. Du hast einen sehr schönen Blog :)
    Genauso wünsch ich dir viel Glück, dass es mit Aline doch klappt.

    AntwortenLöschen
  5. gefühl ist unheimlich bekannt. ich mag deinen schreibstil :)

    AntwortenLöschen